Der Jonas Furrer Preis

Der Jonas-Furrer-Preis wurde 1998 von den Zürcher Freimaurerlogen ins Leben gerufen, dank der Initiative der Loge Aurora Humanitatis. Anlass war die Erinnerung an die Gründung des Schweizerischen Bundesstaates 150 Jahre zuvor – ein Ereignis, an dem Jonas Furrer als Mitbegründer und erster Bundespräsident der Schweiz massgeblich mitgewirkt hatte. Getragen wird der Verein bis heute von den Freimaurerlogen der Region: den sieben Logen in Zürich, der Loge Akazia in Winterthur und der Loge St. Johann am Rhein in Schaffhausen.

Was wird gewürdigt

Der Preis soll nicht allein an das Lebenswerk Jonas Furrers erinnern. Er ehrt Menschen und Institutionen, die – ohne selbst der Freimaurerei anzugehören – in seiner Tradition wirken: mit stillem, selbstlosem Einsatz für Mitmenschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Damit werden drei Grundsätze gewürdigt, die mit Jonas Furrer verbunden werden:

  • Respekt vor dem Individuum
  • Solidarität mit den Schwachen
  • Persönliches Engagement für ein Leben in Menschenwürde

 

Warum wird gewürdigt

Bewusst ist der Preis als wiederkehrende Tradition angelegt:

Alle zwei Jahre wird er neu vergeben, damit dieses Engagement nicht einmalig gewürdigt, sondern immer wieder neu sichtbar gemacht wird – und stets neue Beispiele stillen, humanitären Wirkens den verdienten Platz in der Öffentlichkeit erhalten. Mit der Preisverleihung zeigen die tragenden Logen zugleich, wie sich die Werte der Freimaurerei in der Gesellschaft konkret entfalten, und machen diese Werte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.

Wie die Preisträgerin oder der Preisträger bestimmt wird

Geehrt wird jeweils eine Persönlichkeit, die sich durch ein nach aussen sichtbares, selbstloses Wirken für die Gesellschaft auszeichnet – etwa in der Entwicklungs-, Katastrophen- oder Armenhilfe, in der medizinischen oder humanitären Arbeit oder in einem vergleichbaren gemeinnützigen Engagement. Entscheidend ist, dass die Person ihre eigenen Interessen erkennbar hinter jene der Gemeinschaft zurückstellt. Sie gehört selbst nicht der Freimaurerei an, wirkt aber im Geist von deren Werten. Das Preisgeld fliesst direkt wieder in gemeinnützige Tätigkeiten zurück – der Preis würdigt damit nicht nur eine Leistung, sondern stärkt sie weiter.

Vorschläge für mögliche Preisträgerinnen und Preisträger kann jedes Vereinsmitglied einbringen. Über die Vergabe selbst entscheidet jedoch allein der Vorstand – sorgfältig und im Rahmen der Vereinsstatuten, im Bewusstsein der Verantwortung, die mit dieser Auszeichnung verbunden ist.

Ablauf der Preisverleihung

Die Preisverleihung folgt einer feierlichen Form. Der Vizepräsident begrüsst die Gäste, und oft eröffnet eine musikalische Einlage den Abend. Der Präsident stellt die Preisträgerin oder den Preisträger vor, bevor die Laudatorin oder der Laudator in der Laudatio deren Wirken würdigt. Anschliessend übergibt der Präsident den Preis – die Preisträgerin oder der Preisträger antwortet mit ein paar Worten des Danks. Musikalische Einlagen umrahmen die einzelnen Programmpunkte. Zum Abschluss des offiziellen Teils leitet der Präsident zum Apéro riche über, bei dem der Abend in geselliger Runde für alle Gäste ausklingt.